Feuerwehr Eudenbach




Beherzte Helfer klettern auf brennendes Zweifamilienhaus



Bewohnerin schwebt nach Brand in Königswinter in Lebensgefahr
Volle Ausdehnung: Meterhoch schlagen die Flammen aus dem Dachgeschoss des Hauses an der Grabenstraße in Königswinter.
Nach dem Brand eines Hauses an der Grabenstraße in der Königswinterer Altstadt schwebt eine Bewohnerin noch immer in Lebensgefahr.
Minuten vor dem Löschen gelingt die Rettung von zwei Frauen.
Den beiden Feuerwehrleuten, die bei dem Einsatz am Freitagabend ebenfalls verletzt worden waren, geht es hingegen inzwischen wieder besser. Meldungen, nach denen ein dritter Feuerwehrmann verletzt worden sei, stellten sich am Sonntag als Irrtum heraus. Zur Brandursache ermittelt inzwischen das zuständige Kommissariat der Kriminalpolizei. Ausgebrochen war der Brand am Freitag gegen 17.15 Uhr im Dachstuhl eines Zweifamilienhauses.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte um kurz nach 17.30 Uhr brannte das Dach in voller Ausdehnung. Eine Frau war vor dem Feuer auf das Dach des Hauses geflüchtet. Ein Passant kletterte über ein Nachbargebäude zu ihr hinauf und half dabei, sie über die kurz darauf eintreffende Drehleiter der Feuerwehr zu retten.
Ein gegenüber lebender Feuerwehrmann der Löschgruppe Altstadt war ebenfalls auf ein benachbartes Flachdach geklettert und hatte bis zum Eintreffen der Drehleiter mit beruhigenden Worten auf die Frau eingesprochen.
Die zweite Hausbewohnerin konnte durch das Treppenhaus gerettet werden. Kaum, dass die Menschen auf dem Dach in Sicherheit gebracht waren, schlug das Feuer, das inzwischen schon auf den Dachstuhl übergegriffen hatte, durch die Eindeckung ins Freie durch. Mit schwersten Verletzungen musste eine 49-jährige Hausbewohnerin in eine Spezialklinik in Köln Merheim gebracht werden, wo sie nach wie vor behandelt wird.
Wie Polizei und Feuerwehr am Sonntag mitteilten, schwebt sie weiterhin in Lebensgefahr. Die übrigen Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Noch am Freitagabend konnte die Feuerwehrfrau das Krankenhaus verlassen, wo sie wegen Kreislaufproblemen infolge des Einsatzes behandelt worden war.
Ebenfalls auf dem Wege der Besserung ist der 32-jährige Feuerwehrmann, der nach Bemerken des Feuers ohne Zögern so beherzt eingegriffen hatte. So war er mit dem Passanten letztlich vom Nachbarhaus auf das Dach des brennenden Hauses geklettert, um der Bewohnerin zu helfen, die sich dorthin gerettet hatte. Dabei erlitt er aber eine Rauchvergiftung, wegen der er noch bis Montag im Krankenhaus bleiben soll. Sein ebenso couragierter Helfer war am Freitag verschwunden, bevor man ihm ein Wort des Dankes sagen konnte.
(29.01.2007) General Anzeiger Bonn (fa)

Großbrand in Königswinter Großbrand in Königswinter
Fotos: Handt GA Bonn



Hier die Pressemitteilung der Feuerwehr Königswinter Großbrand in Königswinter

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