Feuerwehr Eudenbach




Musikzug erobert die Eifel - Probewochenende einmal anders





Das letzte Augustwochenende stand mal wieder vor der Tür. Somit hatte das lange Warten auf das nächste Probewochenende des Musikzuges endlich ein Ende. Dieses Mal hatten wir ein ganz besonderes Ziel ins Auge gefasst, denn wir folgten der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Ripsdorf, die an besagtem Wochenende ihr 85 - jähriges Jubiläum feierte. Wer sich Ripsdorf einmal näher auf der Karte anschaut, wird bemerken, dass es sich hierbei um ein kleines beschauliches Dörfchen in der Eifel nicht weit von Blankenheim handelt. Warum es uns ausgerechnet in die tiefste Eifel verschlagen sollte, hatte folgenden Grund: Eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Ripsdorf hatte uns vor einiger Zeit bei einem Auftritt in Holtorf gelauscht und uns kurzer Hand zur Samstagabendgestaltung ihres Jubiläums gebucht. So bot es sich an, die Einladung in ein Probewochenende in der Jugendherberge auf der Burg Blankenheim einzubetten. So machten wir uns am Freitag, dem 27. August auf in die Eifel, wo wir dann auch nach einigen Irrungen und Wirrungen unser Ziel erreichten. Begrüßt wurden wir auf der Burg von einer Hand voll mittelalterlich gekleideter Gesellen, sodass es nicht schwer fiel, sich vorzustellen, wie man einst im 12. Jahrhundert auf der Grafenburg gelebt hatte. Die mittelalterliche Burgromantik sollte auch noch lange kein Ende finden, denn auch die Zimmerverteilung geschah im ritterlichen Stil. So nächtigten einige von uns in der Helmabteilung und so manch einer in den Gemächern des damaligen Hofadels, während andere in der Turmstube oder im Fledermauszimmer ein gemütliches Plätzchen fanden. Das Burgverlies blieb allerdings dem ansässigen (Wein)-Geist vorbehalten, denn hier befand sich hinter den historischen Mauern die Burgkneipe. Nachdem jeder seine sieben Sachen im jeweiligen der unzähligen Winkel der Burg untergebracht hatte, wurde zum großen Rittermahl im Grafensaal geläutet, bei dem nach alter Rittermanier auch einmal auf Besteck verzichtet werden konnte. Am Ende waren auch fast alle Schüsseln leer geschmaust und jeder gestärkt für eine nächtliche Stadterkundung Blankenheims. Später am Abend zogen wir uns dann ins Burgverlies zurück - den Schlüssel in weiser Voraussicht stibitzt - wo wir in schaurig schöner Verliesatmosphäre den ersten Tag gemütlich ausklingen ließen.
Am Samstag stand dann, nachdem man vormittags fleißig geprobt hatte, ein Ausflug in eine Sportbar in Blankenheim auf dem Plan. Hier konnte nach Lust und Laune gebowlt und gekegelt werden, wobei sich auch manch unentdecktes Talent offenbarte. Schließlich wurde es Zeit, nach Ripsdorf aufzubrechen, um das 85-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ripsdorf gebührend zu feiern. Einen gelungen und beeindruckenden Auftakt stellte ein Großer Zapfenstreich dar. Hierzu strömten die Festgäste auf den Ripsdorfer Kirchplatz, um dort den Klängen des von einem Fackelzug begleiteten Spielmannszugs und Musikvereins des Nachtbarortes zu lauschen. Danach versammelte sich die Festgesellschaft im Feuerwehrfestzelt, wo wir, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Eudenbach, den Festabend klanglich gestalten durften. So konnten wir den zahlreichen Gästen, die das Festzelt beinahe zum bersten brachten, mit modernen Arrangements, Stimmungsbomben, Tanzmusik und den ein oder anderen "Kölschen Tön' " ordentlich einheizen.
Schließlich hielt es niemanden mehr auf den Stühlen, sodass wir im Eifler Hexenkessel am späten Abend noch in die Verlängerung gingen. Am Sonntag ging es dann verhältnismäßig ruhiger zu. Nach dem Frühstück wurde gemächlich gepackt und alles für die Heimreise vorbereitet. Bevor wir allerdings unseren Heimweg antraten, schauten wir noch einmal in Ripsdorf vorbei, wo die Festivitäten ihren Abschluss in einem Festkommers fanden. Nachdem sich der ein oder andere Wagemutige noch in die Kabine eines Autokrans begeben hatte, um von dieser aus in schwindelerregender Höhe von 50 m einen unvergessenen Ausblick über die Eifel zu erhaschen, verabschiedeten wir uns auch schon von unseren neuen Freunden aus Ripsdorf und traten unsere Heimreise an. Nach diesem gelungen Wochenende wird das wohl hoffentlich nicht der letzte Besuch in der Eifel gewesen sein.


Bericht: Sarah Weber


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