Feuerwehr Eudenbach




Ü-18 Tour der Feuerwehr Eudenbach 2011 - eine Expedition durch das Kasbachtal






Es ist schon zur Tradition geworden, dass sich die "Ü - Achtzehner" der Feuerwehr Eudenbach einmal im Jahr auf eine Tour begeben, um Sehens- und Entdeckenswertes unserer Region zu erkunden.

Dieses Jahr, am 18. Juni, sollte es quer durch das Kasbachtal gehen und zu unserem ersten Etappenziel war der Linzer Bahnhof auserkoren. Dort warteten wir nicht etwa auf einen Regionalexpress - nein - zwischen all den modernen Zügen kam ein so genannter Schienenbus aus den fünfziger Jahren eingefahren. Nachdem jeder in dem historischen Vehikel Platz gefunden hatte, gab es eine kleine Einführung des Schaffners. So erfuhren wir, dass die einst zum Basalttransport genutzte Strecke heute ausschließlich für den Personenverkehr genutzt wird. Die Anfang des zwanzigsten Jahrhundert erbaute Strecke, die früher Linz und Flammersfeld verbinden sollte, verläuft heute nur noch von Linz über das Kasbachtal nach Kalenborn. Bemerkenswert ist, dass die nach diesem Streckenverlauf benannte Kasbachtalbahn eine der steilsten Bahnstrecken Deutschlands überwinden muss. Es handelt sich hierbei um einen Höhenunterschied von rund 300 Metern beziehungsweise eine Steigung von 5,7% . Um diesen Höhenunterschied zu überwältigen, wird der Schienenbus von zwei 150 PS Motoren angetrieben.

Jedoch gestaltete sich die Fahrt dabei sehr gemütlich, sodass wir in aller Ruhe den Ausblick über das Tal, und die aufkommende Eisenbahnnostalgie, die natürlich nicht fehlen durfte, genießen konnten. Einen besonderen Ausblick bot die Kasbachtalbahn beim Überqueren des Viadukts von Kasbach, da man von hier aus das das malerische Rheinpanorama auf sich wirken lassen konnte.

Leicht verschmitzt erklärte uns der Schaffner des Weiteren auch, was sich hinter dem an Bord befindlichen und rätselhaften "Nudelholz" verbarg. So handelte es sich nicht um das aus Angst vor der Ehefrau entwendete Strafmittel ehelicher Verfehlung, sondern um eine Art Staffelholz, das das Recht zur Streckenbefahrung gewährt. So kann es nicht zu einem versehentlichen Zusammenstoß zweier Schienenbusse kommen.

Um all dieses Wissen reicher, erreichten wir schließlich unser nächstes Etappenziel, die Endstation in Kalenborn. Trotz des einsetzenden Regens ließen wir uns aber nicht davon abhalten, uns nun zu Fuß zum letzten Punkt unserer Tour, der Brauerei Steffens, zu begeben. Bevor man sich aber mit einem kühlen Bier und deftigem Essen belohnen konnte, ging es erst einmal talwärts über Stock und Stein.

Den eben noch befahrenen Schienen auf der Spur, erreichten wir dann auch bald unser Ziel, sodass der gemütliche Teil des Abends beginnen konnte. Dies gestaltete sich in uriger Brauereiatmosphäre keineswegs als schwierig. Bei gutem Essen nach Brauereismanier und Frischgebrautem für jeden Geschmack ließen wir so unsere Entdeckungsreise bei ausgelassener Stimmung ausklingen.


Text: Sarah Weber, Fotos: Julian Schlangen





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