Feuerwehr Eudenbach


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Auszüge aus der Festschrift 1999



Freiwillige Feuerwehr der Stadt Königswinter

Voller Stolz darf die Freiwillige Feuerwehr Königswinter, Löschgruppe Eudenbach, in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern.
In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Männer und neuerdings auch Frauen gefunden, die bereit waren und sind, bei Feuerwehreinsätzen ihr Leben auf´s Spiel zu setzen, und Hab und Gut, Leben und Gesundheit ihrer Mitbürger zu schützen.
Vieles hat sich in den 75 Jahren geändert, seien es die Ausrüstungsgegenstände oder die Art der Einsätze, die die Feuerwehrleute heute zu bewältigen haben. Im Vordergrund bleibt jedoch der Idealismus eines jeden Einzelnen, ohne den diese Einstellung zur Sache, anderen Menschen zu helfen, kaum denkbar wäre.
An dieser Stelle möchte ich Dank und Anerkennung unseren Gründern und Vorfahren aussprechen, die es verstanden haben, die Löschgruppe Eudenbach zu dem aufzubauen, was sie heute für den Oberhau und die Stadt Königswinter ist.
Auch Ihnen liebe Mitbürger darf ich Dank sagen, für Ihre stete Hilfe und Anerkennung, die Sie der Löschgruppe in all den Jahren entgegengebracht haben.
"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

Leo Meis
Löschgruppenführer
der Löschgruppe Eudenbach
Freiwillige Feuerwehr der Stadt Königswinter


I. Geschichtliches von der Feuerwehr Eudenbach



Das Bestreben nach einer Feuerwehr in Eudenbach bestand bei den Bürgern in Eudenbach und Umgebung vermutlich schon lange vor dem in diesem Jahr zu feiernden Gründungsdatum.



In einem Schreiben des Bürgermeisters von Oberpleis vom 07. November 1893 an die Rhein.-Provinzial-Feuer-Sozietät in Düsseldorf wird berichtet, daß in der Gemeinde und Bürgermeisterei zwei weitere Feuerwehren in der Bildung begriffen sind, außer der in Vinxel, Gemeinde Stieldorf, bereits bestehenden Wehr. Hier handelt es sich um die freiwilligen Feuerwehren in den Ortschaften Eudenbach und Thomasberg, die die Anschaffung von zwei Feuerspritzen notwendig machen, etc. Die Rhein.-Provinzial-Feuer-Sozietät in Düsseldorf erklärt sich mit Schreiben vom 11. November 1893 bereit, die zur Beschaffung einer Saugspritze bewilligte Beihilfe von 450 Mark zu den Kosten zweier zweiräderiger Saugspritzen Nr. 9 A der Firma A. Hönig in Köln im Gesamtwert von ebenfalls 900 Mark zur Verfügung zu stellen. In den Akten des früheren Amtes Oberpleis, im Archiv der Stadt Königswinter, befinden sich ein Mitgliederverzeichnis und Schriftverkehr über die am 7. Januar 1895 gegründete Freiwillige Feuerwehr in der Ortschaft Eudenbach. Die Wehr zählte 35 Mitglieder. Das Mitgliederverzeichnis ist mit folgender Bemerkung versehen: Die endgültige Einteilung zu den einzelnen Abteilungen kann erst erfolgen, wenn die nötigen Gerätschaften vorhanden sind. Vorläufig besteht eine Ordnungs-, Spritzen und Wasserabteilung. Sobald die erforderlichen Ausrüstungsgegenstände geliefert sind, wird die Steigerabteilung gebildet. Herlach Friedrich, Förster vom Forsthaus Eudenbach, war 1. Hauptmann, Christian Neuenhöfer, Schuhmacher aus Schnepperoth, war 2. Hauptmann, Peter Christoffel, Dachdecker aus Eudenbach, war Spritzenmeister und Otto Scherrer, Aufseher aus Eudenbach, war Schriftführer der Wehr.

In einem Schreiben der Wehr von Eudenbach, vom 11. März 1895 an den Bürgermeister Heuser, Wohlgeboren in Oberpleis, beehren sich die Unterzeichneten ergebenst anzuzeigen, daß die Freiwillige Schutzwehr zu Eudenbach in der gestrigen Generalversammlung mit 28 gegen 2 Stimmen beschlossen hat, die Wehr aufzulösen. Nach 9 des Statuts wurde das Vermögen des Vereins geteilt und jedem Mitglied der rentierliche Anteil von 77 Pfg. ausgezahlt.



Mit Hochachtung, der frühere Vorstand gez.: Herlach, P. Christoffel



Die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Eudenbach und das Nichtzustandekommen einer freiwilligen Feuerwehr in Thomasberg setzte den Bemühungen des Bürgermeisters, in der Gemeinde Oberpleis eine freiwillige Feuerwehr einzurichten, ein vorläufiges Ende.

Nach den kurzen Monaten des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr im Ortsteil Eudenbach, der Gemeinde und Bürgermeisterei Oberpleis, im Jahre 1895, wird der Brandschutz in der Bürgermeisterei von der Freiwilligen Feuerwehr Vinxel, der Gemeinde Stieldorf, wahrgenommen. Die in den Dörfern bestehenden nicht organisierten Löschmannschaften werden nach 2 der Feuerpolizeiverordnung vom 1. Januar 1907 zu einem Feuerlöschverband zusammengeschlossen, für den eine gemeinsame Pflichtfeuerwehr eingerichtet wurde.

Die alten, 1833 aufgestellten Feuerlöschkompanien in den Hauptorten der Bürgermeisterei waren aufgelöst. Aber mit der Verpflichtung zum Feuerlöschdienst im Jahre 1907 und in den Jahren bis 1924 war es nicht sonderlich gut bestellt. Kam es in diesen Jahren zu einem Brand, so war nicht nur das Objekt oft verloren, auch die Gebäude der Nachbarschaft waren durch Fehlen geeigneter Gerätschaften und mangelnder Organisation auf das stärkste gefährdet.

Erst die Bildung von Freiwilligen Feuerwehren, 1924 in Eudenbach, 1925 in Thomasberg und 1929 in Uthweiler verbesserten den Brandschutz in der Bürgermeisterei Oberpleis.

Der Großbrand beim landwirtschaftlichen Anwesen Wermes in Schnepperoth am 6. Januar 1924 wurde dann zum Anlaß genommen, eine Feuerwehr in Eudenbach ins Leben zu rufen.

Den Überlieferungen zufolge hat der Oberpostschaffner Wilhelm Schneider die Initiative ergriffen, alle Bürger aus dem Schulbereich Eudenbach zu einer Bürgerversammlung ins Lokal Honnef (heute: Altes Gasthaus zum Siebengebirge) einzuladen und auf die Dringlichkeit einer Feuerwehr in Eudenbach hinzuweisen. Wie das Ergebnis dieser Versammlung ergab, waren viele Mitbürger von dieser Idee begeistert und so wurde ein Ausschuß gebildet, der die Vorbereitungen zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zu treffen hatte.



Dieser Ausschuß bestand aus den Herren Wilhelm Schneider, Josef Eich, Jakob Wiesgen, Johann Homscheid.



Unter dem Vorsitz des Kreisbrandmeisters Megdenberg aus Siegburg wurde die Gründung am 15. November 1924 vollzogen.

Als Brandmeister wurde Wilhelm Schneider, zu seinem Stellvertreter Josef Eich gewählt. Zum Kassierer wurde Jakob Wiesgen bestellt und Johann Homscheid wurde Sanitäter. Insgesamt waren 33 Männer bereit, in der Feuerwehr ihren Dienst zu leisten.

In der Folgezeit gab es große Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Uniformen und Ausrüstungsgegenständen. Die Gemeinde zeigte sich den berechtigten Wünschen der Feuerwehr gegenüber wenig aufgeschlossen. Anfang des Jahres 1925 wurde aus der Not und Hilflosigkeit geboren, von den Mitgliedern der Wehr beschlossen, eine Haussammlung durchzuführen. Der erste Feuerwehrball wurde gestartet und eine gute Spende vom Vereinswirt rundete die Summe ab. Die ersten zwei Uniformen konnten bei der Kölner Uniformfabrik Stein und Keller bestellt und bezahlt werden.

Völlig unerwartet traf eine Nachricht des Kreisbrandmeisters ein, daß in der Siegburger Geschoßfabrik eine noch gut erhaltene Saug- und Druckspritze zum Verkauf bereitstehe. Brandmeister Schneider und zwei weitere Kameraden machten sich auf den Weg nach Siegburg und kauften die Spritze. Die Gemeinde stellte nun ihrerseits ein Nebengebäude an der Schule als Gerätehaus zur Verfügung (heute Garage des ehemaligen Anwesens Ortsiefer). In der folgenden Zeit konnten noch nötige Gerätschaften angeschafft werden wie z.B. Sanitätstasche mit Verbandmaterial, Leinen, Schläuche und 20 Zinkeimer. Die Kameraden der Feuerwehr Eudenbach trafen sich jeden zweiten Sonntag zur Übung und es wurde fleißig geübt.



Fotos folgen:

Alte Rechnungen Alte Rechnungen






Bei einem Brand im Nebengebäude des Anwesens Müller (Basaltweg) konnte die Wehr ihre Schlagkraft unter Beweis stellen und das Hauptgebäude vor den Flammen schützen.

Die erste Vorstellung in der Öffentlichkeit hatte die Feuerwehr Eudenbach bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Thomasberg.

Im Herbst 1925 konnte das 1. Stiftungsfest unter Beteiligung der Nachbarwehren von Thomasberg, Ittenbach und Buchholz durchgeführt werden. Unter dem Eindruck einer so positiven Entwicklung wurde in der Generalversammlung des Jahres 1926 die gesamte Führungsspitze der Wehr in ihren Positionen bestätigt.

Die Ausbildung wurde von Brandmeister Schneider sehr ernst genommen und streng durchgeführt. Die praktische Ausbildung bestand im Fußdienst und Spritzenübung und der theoretischen Schulung mit abschließender Übung.

Die Freiwillige Feuerwehr Eudenbach wurde als Schutzwehr im Sinne des 113 des Reichsstrafgesezbuches im Jahre 1926 vom Regierungspräsidenten in Köln anerkannt.

An den regelmäßig stattfindenden Kreisfeuerwehrtagen wurde sich in den folgenden Jahren rege beteiligt, so am 26. Mai 1926 in Eitorf, 1927 in Königswinter, 1928 in Niederpleis und 1929 in Menden. Zwei freundliche Gönner schenkten 1929 der Wehr zwei Brandhörner, die zum Alarmieren der Wehr von großem Nutzen waren. beschlossen wurde, an den Festen der Ortsvereine, an Goldhochzeiten, Am Martinszug und an den kirchlichen Festen teilzunehmen.

In den ersten Jahren waren außer einigen kleinen Waldbränden keine größeren Einsätze.

Am 2. Februar 1930 fand in Oberpleis ein Unterrichtstag für die Wehren aus Aegidienberg, Ittenbach, Thomasberg, Uthweiler, Vinxel und Eudenbach statt. Der Kreisfeuerwehrtag in Menden mußte wegen Unwetter abgebrochen werden. Im September des Jahres brach in Sand ein Scheunenbrand aus, der von den Wehren Uthweiler und Eudenbach bekämpft wurde.

Mit der Machtergreifung 1933 durch Adolf Hitler und der Gründung des sogenannten 1000-jährigen Reiches wurde hart durchgegriffen, wovon Vereine und auch die Feuerwehren nicht verschont bleiben sollten. Die Feuerwehren wurden dem Reichsminister der SS und dem Chef der Deutschen Polizei unterstellt und zum Teil in Feuerschutzpolizei umbenannt. Dadurch konnte die Feuerwehr auch zu Sicherheits- und Hilfsdiensten herangezogen werden.

Die Feuerwehren Heisterbacherrott, Vinxel, Uthweiler und Eudenbach wurden in eine Amtsfeuerwehr Oberpleis zusammengefaßt. Als Amtswehrführer wurde Michael Jonas ernannt.

Der Kreisfeuerwehrverbandstag wurde für Ittenbach bestimmt, woran der neue Löschzug auch teilnahm. Zum normalen Dienst kam jetzt noch Luftschutz- und Gasschutzunterricht. Die Versammlungsfreiheit wurde eingeschränkt. Die Generalversammlung im Januar 1935 brachte die Veränderung in der Eudenbacher Wehr. Brandmeister Wilhelm Schneider (aus Altersgründen), der Stellvertreter Josef Eich (wegen eines Unfalles) und der Kassierer Jakob Wiesgen traten zurück. Neuer Brandmeister wurde Peter Demmer, sein Stellvertreter Peter Leven und Kassierer wurde Christian Wiesgen. Die ausgeschiedenen Kameraden wurden Ehrenbrandmeister bzw. Ehrenmitglieder der Wehr.

Von jetzt an gab es mehr Dienst und Kontrollen. Versammlungen mußten vorher angemeldet werden, sonst wurde der Einberufende bestraft.

Bereits 1936 gab Brandmeister Demmer sein Amt als Brandmeister wegen Arbeitsüberlastung wieder ab. Amtswehrführer Jonas ernannte Johann Homscheid zum neuen Brandmeister. Stellvertreter blieb weiterhin Peter Leven. Die Kameraden Jakob Wiesgen und Josef Limbach wurden zum Löschmeister ernannt. Michael Hanf wurde Zeugwart.

1937 wurde keine Generalversammlung anberaumt, weil dazu eine Genehmigung eingeholt werden mußte. Bei der ersten Übung wurde der Dienstplan neu aufgestellt. Im Januar 1938 wurde die Generalversammlung als Übung einberufen.

Neuer Kreisbrandmeister wurde Oberbrandmeister Reusch aus Siegburg.





1939 brach der Krieg aus. Es gab des öfteren Probealarm für Luftschutz. Sämtliche Straßen und Wege, die in die Obergemeinde führten, wurden mit Posten von der Feuerwehr besetzt und alle Leute von höheren Dienststellen kontrolliert.

In Rostingen brach noch dazu ein Brand beim Schmiedemeister Peter Becher aus. Werkstatt und Nebengebäude standen in hellen Flammen. Mit Unterstützung der Motorspritze aus Uthweiler konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Am Ende des Jahres war die Wehr kleiner geworden, weil viele Feuerwehrkameraden Soldaten werden mußten und an die Front gerufen wurden. Im Gegenzug wurden von Amts wegen nicht einberufene Bürger als HEIMATSCHUTZTRUPPE bestimmt.

1944 verstarb Ehrenbrandmeister Wilhelm Schneider. Er erlebte den totalen Zusammenbruch seiner Eudenbacher Feuerwehr nicht mehr.

Nachdem der Krieg im Mai 1945 beendet war, war die Feuerwehr Eudenbach nicht mehr oder zumindest nur bedingt einsatzfähig.

Im Amt Oberpleis hatte Amtsbürgermeister Fußhöller die Löschzugführer der Freiwilligen Amtsfeuerwehr für den 16. August 1946, um 19.00 Uhr, ins Bürgermeisteramt in Oberpleis zu einer Aussprache über den Neuaufbau des Feuerschutzes im Amt Oberpleis gebeten. An dieser ersten offiziellen Besprechung über dieses notwendige Thema nahmen teil: Toni Müller und Gottfried Hartmann aus Uthweiler, Johann Homscheid aus Eudenbach, Gottfried Henseler aus Thomasberg, Adolf Winterscheid aus Vinxel und Johann Bellinghausen aus Busch. Zur Reorganisation der Freiw. Amtsfeuerwehr vereinbarte man zunächst, in den Standorten der Löschzüge, im Monat September 1946, zu Besprechungen der Mitglieder zu diesem Thema einzuladen. Personalvorschläge für evtl. neu zu besetzende Führungspositionen, Mitgliederverzeichnisse, Bestandsverzeichnisse der Feuerlöschgerätschaften, dringend notwendige Reparaturen und Neuanschaffungen, Verbesserungen der Alarmierung usw. sollen von den Löschzugführern in den jeweiligen Versammlungen vorgelegt bzw. vorgeschlagen werden. Am 22.9.1946 findet die letzte Versammlung der vier Löschzüge, morgens um 10.30 Uhr im Lokale Schellberg, für den Löschzug Eudenbach statt. In Eudenbach wurde zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Mitgliederwerbung für den Aufbau der Freiw. Feuerwehr begonnen. Faßt man das Ergebnis der Besprechungen in den Löschzügen Uthweiler, Vinxel, Thomasberg und Eudenbach zusammen, so kann man zunächst die positive Feststellung treffen, daß trotz schwerer Zeiten der Wille zur Hilfe am Mitmenschen nicht verloren gegangen ist. Man zeigt allerorten ein Interesse am Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr im Amt Oberpleis. Die Führungsfragen der Wehr konnten gelöst werden. Die feuerwehrtechnische wie die persönliche Ausrüstung läßt noch viele Wünsche offen. Zur Zeit kann man von der Einsatzfähigkeit der Löschzüge Uthweiler und Thomasberg ausgehen, bedingt einsatzfähig sind die Löschzüge Vinxel und Eudenbach.



Das Spritzenhaus ist durch Kriegseinwirkung mit Mitleidenschaft gezogen worden. das Tor und die Fenster müssen neu hergestellt werden. Ebenso fehlt eine Lichtleitung mit entsprechenden Lampen, diese Arbeiten sind bereits in Auftrag gegeben worden. Die Spritze bedarf einer gründlichen Überholung. Die Firma Peter Becher in Rostingen wurde mit der Reparatur beauftragt. Die fehlende Wagenschere sowie der Wagenbaum wurden ebenfalls in Auftrag gegeben. Die im Augenblick vorhandenen Geräte sind unzureichend und müssen ergänzt werden. Das Schlauchmaterial läßt sehr zu wünschen übrig. 100 Meter Schlauch sind zur Zeit einsatzbereit. Weiter stehen bei der Firma Basalt AG Willmeroth noch 200 Meter Schlauch zur Verfügung. Ein Antrag an die Firma Basalt AG auf Überlassung des Schlauchmaterials, mit der Versicherung der Übernahme des Feuerschutzes, wurde von der Wehr gestellt. Dann fehlen aber immer noch 200 Meter Schlauch. Der Gerätewagen ist in Ordnung. Eine Bestandsaufnahme hat ergeben, daß alle Uniformen und die persönlichen Ausrüstungsgegenstände restlos erneuert werden müssen. Als sehr dringend erwies sich die Anbringung einer Alarmsirene. Bei der Firma Jean Dohle in Quirrenbach steht eine Luftschutzsirene, sie könnte abmontiert und in Eudenbach neu aufgestellt werden. Auch in Eudenbach und Umgebung lassen die Brandweiher viel zu wünschen übrig. Die Zugangsstellen müssen von Unrat gesäubert, die Einfassungen zum Teil erneuert werden. An die Wasserleitungsgenossenschaft ist die Aufforderung zu richten, die Unterflurhydranten im Feuerschutzbereich in Ordnung zu bringen.

Die Zeit geht dahin, aber auf dem Gebiet der Verbesserung des Feuerschutzes von Seiten des Amtes Oberpleis geschieht nichts, sehr zum Ärger von Amtswehrleiter Jonas, der sich mit Schreiben vom 9.4.1948 an den Herrn Amtsdirektor seinen "Frist" von der Seele schreibt: Noch einmal und zum letzten Mal bitte ich die Behörde, sich mit aller Kraft einsetzen zu wollen, um das Feuerlöschwesen wieder einigermaßen auf die Beine zu bringen. Es sind jetzt zwei Jahre vergangen, wo uns von der Behörde versprochen wurde, die Feuerlöschteiche, Gerätehäuser und dergleichen in Ordnung bringen zu lassen. Wir hatten unsere Mithilfe angeboten, bis heute ist aber nicht das Geringste geschehen. Die Behörde zeigt kein Interesse am ganzen Feuerlöschwesen. Ich kann meinen Leuten nicht zumuten, wenn sie an einer Brandstelle erscheinen, wo Feuerlöschteiche sind und noch kein Wasser da ist, sich dem Spott der Bevölkerung auszusetzen. Der Löschzug Eudenbach hat sich aufgelöst, weil das Gerätehaus, welches sich in einem furchtbaren Zustand befand, überhaupt nicht repariert worden ist. Ebenso ist der Brandweiher in Eudenbach nicht instandgesetzt worden. Beim letzten Waldbrand in Eudenbach war weder ein Feuerwehrmann von Eudenbach noch eine Zivilperson anwesend. Ich kann auf Dauer den Feuerwehrleuten von Uthweiler nicht zumuten, daß sie nun im ganzen Amtsbezirk zu den Waldbränden herangezogen werden. Im Interesse des Feuerlöschwesens bitte ich nochmals, die Sache sofort zu beschleunigen, damit auch der letzte Feuerwehrmann seinen freiwilligen Dienst mit Lust und Liebe fortsetzt.



Das Schreiben des Amtswehrführers Jonas an den Amtsdirektor bewirkte für den Löschzug Eudenbach nichts.

Unser Protokollbuch war bei der Zerstörung der Gaststätte Wiesgen verloren gegangen. Jakob Wiesgen hatte es immer sorgfältig bei sich aufbewahrt. Die Kameraden Willi Limbach, Peter Zumhoff, Walter Homscheid, Willi Piel und Heinrich Spinat kamen aus dem Krieg nicht mehr in ihre Heimat zurück. Josef Eulenberg und Josef Rösgen kamen bei einem Bombenangriff ums Leben.

Die Feuerwehr Eudenbach bestand 1949 25 Jahre, gefeiert wurde aber nicht. Es war nichts mehr da, man hatte kein Geld und nur wenig zu essen. Dennoch wurde über den Fortbestand der Wehr nachgedacht. Ermuntert durch den Amtsbrandmeister Jonas und einige Uthweiler Kameraden wurden die ersten Schritte von Brandmeister Johann Homscheid und Jakob Wiesgen getan. Es gab große Anlaufschwierigkeiten, da keine Ausrüstungsgegenstände und Uniformen vorhanden waren und die Handdruckspritze auch beschädigt war.



Aber 1952 war der Durchbruch gelungen. In Deutschland ging es langsam wieder aufwärts und junge Leute wurden in die Feuerwehr aufgenommen. Brandmeister Johann Homscheid trat zurück und neuer Brandmeister wurde Bernhard Homscheid. Bei einer Versammlung der Feuerwehr Eudenbach, bei der Amtsbürgermeister Horn, Amtsdirektor Lindenstreich, Bürgermeister Quink, Sachbearbeiter Peter Weber und Amtsbrandmeister Jonas anwesend waren, wurden folgende Kameraden nachträglich für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt:



Johann Homscheid, Jakob Wiesgen, Michael Hanf, Wilhelm Büllesbach, Heinrich Bellinghausen, Peter Knüttgen, Josef Eich, August Brassel, Konrad Knüttgen, Peter Leven, Christian Wiesgen, Josef Limbach, Johann Neuenhöfer, Franz Limbach, Johann Strösser, Peter Demmer, Peter Weber, Alefeld



Bei dieser Gelegenheit wurde die alte Motorspritze , eine TS 8/8, aus Uthweiler der Feuerwehr Eudenbach übergeben. Mit den wenigen Schläuchen war die Wehr nur begrenzt einsatzfähig, aber geübt wurde fleißig.

Unsere Handdruckspritze hatte die Gemeinde Oberpleis verkauft, obwohl die Spritze nicht der Gemeinde gehörte, sondern der Eudenbacher Wehr, denn sie war ja 1925 von Bürgerspenden aus Eudenbach in Siegburg gekauft worden. Nach heftigen Protesten bei der Verwaltung wurde der Verkaufserlös der Feuerwehr überwiesen.

Die Standorte für die Motorspritze waren abwechselnd die alte Schule, das Gemeinschaftshaus (bis vor kurzem Wäscherei Stein) oder die Garage der Spedition Rösgen.

Durch eine Verfügung des Amtsdirektors Lindenstreich vom 16.02.1959 wurden die Löschbezirke neu geordnet und den Schulbezirken gleichgesetzt. Die Orte Berghausen, Sand und Bennerscheid gehörten von nun an zum Löschbereich der Feuerwehr Uthweiler. Dem Feuerschutzbezirk des Löschzuges Eudenbach gehörten danach folgende Ortschaften an: Willmeroth, Hühnerberg, Quirrenbach, Rostingen, Gratzfeld, Kochenbach, Schwirzpohl, Eudenbach, Eudenberg, Komp, Kotthausen, Sassenberg, Schnepperoth, Kappesbungert und Faulenbitze.

Nach den langen Jahren des Aufbaues des Löschzuges Eudenbach sowohl in personeller als auch in materieller Hinsicht, konnte ab 1957 wieder von normerwehrfest aus. Bei dieser Gelegenheit konnte der Löschzug seinen guten Ausbildungsstand bei einer Alarmübung unter Beweis stellen.

Am 16.02.1959 schreibt Amtswehrleiter Michael Jonas an den Herrn Amtsdirektor, daß er von dem Beschluß der Amtsvertretung in Eudenbach ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, Kenntnis erhalten habe, die Amtsvertretung habe es aber abgelehnt, unter dem Gerätehaus ein Wasserbassin einzubauen: Hierzu möchte ich mitteilen, daß die Wasserverhältnisse im Ort Eudenbach derart unzureichend sind, daß eine Brandbekämpfung nicht möglich ist. Ich bitte zu prüfen, ob die Anlegung eines Wasserbassin im Interesse des Feuerschutzes nicht doch ratsam ist. Es kann auch in der Nähe des Hauses gebaut werden.

Man begann nun, einem langgehegten Wunsche entsprechend, mit dem Bau eines Feuerwehrhauses am Marktplatz in Eudenbach. Da der geplante Gruppenraum aber viel zu klein war und die Gemeinde einen größeren Raum nicht finanzieren konnte, beschlossen die Kameraden den fehlenden Betrag auf eigener Tasche beizusteuern. Das Wasserbassin wurde aber nicht gebaut.

Um die Ausrüstung der Eudenbacher Feuerwehr weiter zu vervollständigen, wurde von der Amtsverwaltung der Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeuges beschlossen.

Anfang 1960 wurde das neue Fahrzeug in Giengen an der Brenz bei der Fa. Ziegler abgeholt. Im Rahmen des Feuerwehrfestes wurde das fertiggestellte Feuerwehrhaus und das neue Fahrzeug feierlich eingeweiht. Die Ausstattung der Wehr war jetzt nahezu komplett.

Der Amtsbrandmeister Jonas verstarb im Jahre 1962. Sein Nachfolger wurde Herr Heinrich Müllenholz.

Die Verdienste des Eudenbacher Brandmeisters Bernhard Homscheid wurden 1964 mit der Ernennung zum Oberbrandmeister entsprechend gewürdigt.

Der "Bonner General-Anzeiger" hatte für den Leistungswettkampf der Löschzüge des Amtes Oberpleis einen Wanderpokal gestiftet, der am Buß- und Bettag 1966 in Eudenbach erstmals vergeben wurde. Der Löschzug Eudenbach hatte diesen Wettbewerb vorbildlich vorbereitet. Sogar der Haupt- und Finanzausschuß hatte beschlossen, jährlich dem Löschzug, der das Amtsfeuerwehrfest ausrichtet, 300,- DM zu bewilligen. Sieger des Amtswettbewerbs wurde die Gruppe aus Uthweiler unter Führung von Ubm Peter Lohmar, gefolgt von den Gruppen aus Oelinghoven, Eudenbach und Thomasberg. Bei der Siegerehrung in der Gastwirtschaft "Jäger" erklärte Kreisbrandmeister Paul Wilhelms, daß er die Leistungen des Oberpleiser Wehrmänner bewundere. Durch diese Art Wettbewerbe werde die Zusammenarbeit der Gruppe und die Schnelligkeit beim Löschangriff wesentlich verbessert.

Ebenso wie auf Amtsebene nahmen die Löschzüge des Amtes Oberpleis ab 1966 auch auf Kreisebene en den Leistungswettbewerben der Freiw. Feuerwehren teil.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1967 wurde die Gründung eines Fanfarencorps beschlossen. Die Vorgeschichte sei hier erwähnenswert: Im November 1966 war in Eudenbach eine Einsatzübung der Feuerwehren des Amtes Oberpleis angesetzt zu der das Tambourcorps der Feuerwehr Uthweiler den musikalischen Rahmen bilden sollte. Der große Augenblick war gekommen. Man entzündete zwei Fässer mit Nitrolackresten, um den Zuschauern auch den optisch richtigen Eindruck von Flammen und Rauch zu vermitteln. Flammen gab´s auch, die mächtig aus den Fässern herausschlugen, dann langsam kleiner wurden und schließlich ganz erloschen bevor die Eudenbacher Kameraden den angenommenen Brandherd erreicht hatten.

In die "Eudenbacher Ratlosigkeit" hinein spielte das Tambourcorps das Lied "Sankt Martin....Sankt Martin...". Das traf die Öggemicher schwer! Ärger und Wut waren nicht zu beschreiben - die Öggemicher sprangen im Dreieck - und es stand fest, "die Utwieler, die han me net nüdisch, me jründen selever ein Tambourcorps".

Den Anfang im neugegründeten Fanfarencorps machten 16 Feuerwehrkameraden, die Leitung wurde Unterbrandmeister Winfried Narres übertragen. Unterstützung fand er durch den Oberfeuerwehrmann Hermann Meis, der bis zum Jahre 1990 als technischer und organisatorischer Leiter diese Aufgabe mit vollem Einsatz wahrnahm.

In einer geselligen Runde wurde angeregt, daß eine Vereinsfahne angeschafft werden müßte. In diese Überlegungen hinein machte unser Kamerad Matthias Radermacher das Angebot, 500,-- DM zum Kauf einer neuen Fahne beizusteuern. Voraussetzung sei allerdings, daß der angemeldete Familiennachwuchs ein Stammhalter wäre. Es kam wie es kommen mußte. Die Fahne für die Eudenbacher Feuerwehr konnte bei der Bonner Fahnenfabrik gekauft werden. In einer kirchlichen Feierstunde wurde die Feuerwehrfahne ihrer Bestimmung übergeben.

Anfang des Jahres 1969 begann der Aufbau einer Jugendfeuerwehr in der Feuerwehr Eudenbach (siehe gesonderten Bericht über die Jugendfeuerwehr).

Die im Zuge der kommunalen Neugliederung gebildete Stadt Königswinter, in die auch das ehemalige und einst selbständige Amt Oberpleis einbezogen wurde, brachte hinsichtlich unserer Feuerwehr keine große Umstellung. Unter dem Stadtwehrleiter Willi Gassen wurden die vorhandenen 10 Löschgruppen in 3 Löschzüge gegliedert:



Löschzug I Königswinter-Altstadt, Niederdollendorf, Oberdollendorf

Löschzug II Ittenbach, Thomasberg, Heisterbacherrott, Oelinghoven

Löschzug III Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach



Unsere wird nunmehr mit Freiwillige Feuerwehr der Stadt Königswinter, Löschgruppe Eudenbach bezeichnet.

Der noch im ehemaligen Amt Oberpleis gefaßte Beschluß zum Bau eines neuen und größeren Feuerwehrgerätehauses für Eudenbach wurde von Rat und Verwaltung der Stadt Königswinter als Auftrag übernommen.

1969 trat Brandoberinspektor Damian Düster in unsere Löschgruppe ein. Durch seine Tätigkeit bei der Berufsfeuerwehr Köln vorbelastet konnte er in die laufende Arbeit der Löschgruppe erfolgreich eingebunden werden.

Bei den Vorbereitungen eines Jugendzeltlagers im Jahre 1973 auf dem Sportplatzgelände mit der Jugendfeuerwehr Opladen und Eudenbach verunglückte unser guter alter Feuerwehrwagen. Bei einer Besorgungsfahrt nach Sassenberg wurde das Fahrzeug von einem PKW gerammt und auf eine Wiese geschleudert, wodurch ein Totalschaden entstand. Bereits 4 Wochen später konnte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt werden.

Der Bau des neuen Gerätehauses hatte seinen Anfang genommen und wurde zügig vorangetrieben. Das herausragende Ereignis bei den Festveranstaltungen aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens der Löschgruppe Eudenbach war die Einweihung und Übergabe des neuen Feuerwehrhauses am 24. August 1974 mit der Schlüsselübergabe an Löschgruppenführer Obm Bernhard Homscheid durch Herrn Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz.

Die Anwesenheit vieler "Offizieller" sei der Beweis für das Interesse am Eudenbacher Raum, betonte der Stadtdirektor. Die Gründung der Wehr vor 50 Jahren sei ein Selbsthilfeakt der Bewohner des Oberhau gewesen, die damals viel Gemeinschaftssinn bewiesen hätten. Der gute Leistungsstand der Wehr von heute habe sich bei Leistungsnachweisen der Feuerwehren des Rhein-Sieg-Kreises gezeigt, als die Jugendfeuerwehr einen ersten und einen zweiten Platz belegte und die aktive Löschgruppe ebenfalls Zweiter wurde. 1971 habe das Bauamt mit den Planungen begonnen. 1972 habe der Stadtrat dem Planungsentwurf zugestimmt. Im Spätsommer sei mit den Arbeiten begonnen worden. Das neue Haus umfaßt 220 qm Nutzfläche, außerdem ist eine Wohnung mit 95 qm Wohnfläche gebaut worden. Die Gesamtkosten haben rd. 500.000,- DM betragen, von denen die Stadt etwa 382.000,- DM aufgebracht habe. Der Kreis habe 30.000,- DM beigesteuert und 87.500,- DM seien aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bewilligt worden. Herr Bürgermeister Günter Hank erklärte mit Stolz, daß seit der kommunalen Neuordnung in der Stadt Königswinter bereits das dritte Feuerwehrhaus eingeweiht würde. Ein Beweis für die Feuerwehrfreundlichkeit des Stadtrates. Der Bürgermeister lobte den Idealismus und die Einsatzbereitschaft der Wehr. Es sei für ihn eine Freunde, daß er immer wieder Kritik an der Arbeit der Verwaltung und des Rates höre, doch habe er über die Feuerwehr der Stadt noch nie Klagen gehört. Als Geschenk hatte er eine handgeschnitzte Figur des hl. Florian mitgebracht. Vizelandrat Fritz Becker übermittelte die Glückwünsche des Kreistages und Regierungsrat Theo Schmitt gratulierte für den Oberkreisdirektor und die Kreisverwaltung. Für den Kreisfeuerwehrverband gratulierte der 2. Vorsitzende Hbm Heinz Kern und überreichte eine Floriansfigur. Stadtbrandmeister Willi Gassen überbrachte die Glückwünsche der Gesamtwehr und überreichte als Geschenk für die Einrichtung des Hauses einen Kühlschrank. Die Jugendfeuerwehr steuerte ein Gemälde von Eudenbach für das neue Haus bei. Ehrenoberbrandmeister Heinrich Müllenholz brachte eine Tischglocke als Geschenk mit und ging in seinem Grußwort auf den Geist der Gründer, die in echter christlicher Nächstenliebe die Gründung der Wehr vollzogen hätten, ein. Folgenden Leitsatz gab Heinrich Müllenholz allen mit auf den Weg: "Wenn Ihr mal Krach habt, denkt an das, was ich immer gesagt habe - Kameradschaft pflegen und nicht zerstören."

Die Feierstunde wurde durch Musikvorträge des Fanfarenzuges Eudenbach umrahmt.

Die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Wehr waren an Samstagabend mit einem Ball im Festzelt eingeleitet worden. Am Sonntagmorgen begeisterte der Musikzug "Bergklänge" die Gäste des Frühschoppens. Vorher war die Wehr geschlossen zur Kirche gegangen. Auf dem Marktplatz übte die Fahrzeug- und Geräteschau ihre Anziehungskraft aus. Auf dem Schulhof gab der Löschzug III mit einer Rettungs- und Angriffsübung unter der Leitung von Löschzugführer Obm Felix Bäßgen, Aufschluß über die Schlagkraft der Wehr. Die Feierlichkeiten schlossen ab mit einem großen Festzug am Sonntagnachmittag durch den Ort.

Auch nach 25 Jahren erfüllt das Gerätehaus noch seinen Zweck.

Im November 1974 wurde unter der Leitung von BOI Düster der erste Atemschutzlehrgang in unserer Löschgruppe absolviert. Dies bedeutete, daß mit der Teilnahme die Kameraden Karl-Josef Gilgen, Karl-Walter Göbler, Kurt-Heinz Jungheim, Wilfried Ditscheid, Ernst Bossmann, Günther Vöth, Heribert Schmitz und Heinz Sasse dem Einsatzgeschehen umluftunabhängig mit Atemschutzgeräten entgegentreten konnten. Die Wehr hatte damit einen wichtigen neuen Schritt in der Ausbildung getan.

1975 wurde eine Umstellung von Feuerwehrfahrzeugen von der Stadtverwaltung vorgenommen. Unser Tragkraftspritzenfahrzeug wurde nach Heisterbacherrott beordert und in Eudenbach wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 8 stationiert, welches von Uthweiler kam.

Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Königswinter wurde 1976 Hauptbrandmeister Theo Lämbgen übertragen.

Für seinen unermüdlichen, persönlichen Einsatz zum Wohle der Feuerwehr, aber auch zum Wohle der Bürger und für seine 25-jährige Tätigkeit als Leiter der Löschgruppe Eudenbach konnte Oberbrandmeister Bernhard Homscheid am Vorabend des 53. Stiftungsfestes, am 12.08.1977. den Dank seiner Wehrkameraden, der Ortsvereine und den geladenen Gästen entgegennehmen. Unter den Gratulanten waren Kreisbrandmeister Wilhelms, Stadtdirektor Schmitz, Bürgermeister Hank, Stadtbrandmeister Theo Lämbgen, Stadtamtsrat Friedel Dohr, stellv. Kbm Willi Gassen und die Führungskräfte der Feuerwehr der Stadt Königswinter. Kreisbrandmeister Wilhelms zeichnete Oberbrandmeister Homscheid mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes aus. Bm Karl-Josef Gilgen hatte zu Beginn den Festabend eröffnet und dem Jubilar eine Uhr als Geschenk der Löschgruppe überreicht.

Ende 1977 stand ein Führungswechsel an. Kamerad Bernhard Homscheid wollte die Leitung der Löschgruppe Eudenbach in jüngere Hände geben. Nach Anhörung der Wehrkameraden durch Stadtbrandmeister Theo Lämbgen wurde im Februar 1978 Brandmeister Karl-Josef Gilgen von Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz zum neuen Löschgruppenführer bestellt. Stellvertreter wurde Unterbrandmeister Günter Parke und die Jugendfeuerwehr wurde von Oberfeuerwehrmann Erich Hensen übernommen.



Heinrich Müllenholz starb 1978 und wurde unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen.

Im April 1980 stand ein Fahrzeugwechsel an. Die Löschgruppe Thomasberg übernahm das LF 8 aus Eudenbach und wir konnten ein neues Fahrzeug bei Magirus in Ulm abholen.





Vom 2.-5. August 1984 feierte die Löschgruppe Eudenbach ihr 60-jähriges Bestehen. Die Eudenbacher Feuerwehrmänner waren immer große Idealisten. Ihre Einsatzbereitschaft war stets vorbildlich. Deshalb sind Rat und Verwaltung der Stadt Königswinter stolz auf die Mitglieder der Löschgruppe Eudenbach. Verständlich also, daß die Jubiläumsveranstaltungen ein Fest für den ganzen Oberhau sind, erklärte Vizebürgermeister Herbert Krämer beim Festkommers in der Turnhalle. Als Geschenk hatte er einen Scheck und eine fotokopierte Ausgabe des General-Anzeigers vom 2. August 1924 mitgebracht. Zu den Gästen zählten die Abordnungen aller Löschgruppen der Stadt Königswinter, Abordnungen der Freiw. Feuerwehr Bad Honnef und aus der Verbandsgemeinde Asbach, die Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktionen, die Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes und Ehrenkreisbrandmeister Paul Wilhelms, als Vertreter der Stadtverwaltung der 1. beigeordnete Erich Lichtenberg und Stadtoberamtsrat Friedel Dohr sowie die Abordnungen der örtlichen Vereine. Sie alle wurden von Löschgruppenführer Obm Karl-Josef Gilgen herzlich begrüßt. Der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes, Hbm Willi Gassen, ließ in seiner Festansprache die Geschichte der Eudenbacher Feuerwehr Revue passieren. Dabei erinnerte er daran, daß ein Großbrand im Jahre 1924 die Gründung der Wehr veranlaßt habe. Er widmete den Gründern ein ehrendes Gedenken, weil sie nicht nur ideelle Opfer gebracht hätten, sondern auch finanziell tief in die Taschen gegriffen hätten, um den Start der Wehr zu ermöglichen. Lob zollte Willi Gassen auch den Männern, die die Eudenbacher Wehr bisher geführt haben. Franz Willy Riscop, MdL, hob hervor, daß die Löschgruppe Eudenbach ein "wichtiger Eckpfeiler" der FF-Königswinter sei und dankte den Männern für ihre stete Bereitschaft, dem Bürger zu helfen. Stbm Theo Lämbgen wies auf den Einsatzwert der Löschgruppe Eudenbach im südöstlichen Stadtbereich hin, weil 36 Berufsfeuerwehrmänner lange nicht so gut seien wie 300 aktive freiwillige Mitglieder in den einzelnen Löschgruppen. Für den Kreisfeuerwehrverband überbrachte der stellv. Kbm Baltasar Schumacher herzliche Glückwünsche. Ein schönes Geschenk überbrachte der Leiter der Verbandsgemeindefeuerwehr aus Asbach, Heinz Stockhausen. In alten Akten der Lgr. Krautscheid hatte Stockhausen die Einladung zum Feuerwehrfest im Jahre 1925 entdeckt. Besonderen Beifall erhielt Pfarrer Josef Weyler für seine humorvollen Glückwünsche. Höhepunkt des Abend war die Ehrung der drei noch lebenden Gründer der Wehr. Für die musikalische Umrahmung des Festkommers sorgte der Musikzug der Eudenbacher Löschgruppe und der Leitung von Karl-Heinz Müller. Am Samstag folgte ein Tanzabend. Mit einem Familienfest und Frühschoppen, einer Fahrzeugschau, feuerwehrtechnischen Vorführungen und vielem mehr wurde das Jubelfest am Sonntag abgeschlossen.

In einer Feierstunde am 23.07.1985 wurde Löschgruppenführer Bernhard Homscheid von Herrn Stadtdirektor Schmitz und Stbm Theo Lämbgen aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet und zum Ehrenoberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Königswinter ernannt. Bernhard Homscheid trat 1941 in den damaligen Löschzug Eudenbach der Freiwilligen Amtsfeuerwehr Oberpleis ein. 1952 wurde er Brandmeister und 1964 zum Oberbrandmeister befördert. Gut zehn Jahre später, im August 1977 konnte er das silberne Jubiläum als Löschgruppenführer feiern. Im Februar 1978 gab er die Führung in jüngere Hände. Während seiner aktiven Zeit nahm die Löschgruppe ihren Aufschwung. 1969 zählte er zu den Gründern der Jugendfeuerwehr. Obm Homscheid ist Träger des Feuerwehr-Ehrenzeichens in Silber und Gold des Landes NRW und der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes. Groß war die Zahl der Gratulanten. Neben Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz waren Vizebürgermeister Herbert Krämer, der 1. beigeordnete Erich Lichtenberg, Stadtoberverwaltungsrat Hans Röddle, Ehrenkreisbrandmeister Paul Wilhelms, Hbm Willi Gassen, die Löschzug- und Löschgruppenführer der Wehr, Pfarrer Josef Weyler und die Vertreter der Ortsvereine als Teilnehmer der Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus erschienen. Obm Homscheid wurde mit einer alten handgezogenen Spritze der Feuerwehr Asbach von zu Hause von den Kameraden in historischen Uniformen zum Gerätehaus gebracht.

Am 21. August 1985 konnte von der Löschgruppe Niederdollendorf ein TLF 8-Bund übernommen werden. Das Fahrzeug wurde völlig überarbeitet und stand ab sofort mit einem Wasservorrat von 800 Liter der Löschgruppe Eudenbach zur Verfügung.

In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Königswinter am 21.02.1987 im Rathaussaal Kgw.-Oberpleis führten Stadtdirektor Schmitz und Stbm Lämbgen für die Löschgruppe Eudenbach folgende Beförderungen durch:

Obm Karl-Josef Gilgen zum Hauptbrandmeister

Ubm Leo Meis zum Brandmeister



Über den Abriss des alten Feuerwehrhauses auf dem Marktplatz wurde Ende 1987 heftig diskutiert. Der Löschgruppe Eudenbach wurde nach einigen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung das Gebäude zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Löschgruppe Eudenbach hat das Gebäude vollständig renoviert und darin ein kleines Feuerwehrmuseum eingerichtet. Besonderes Engagement bei der laufenden Instandhaltung des Gebäudes wurde lange Zeit von Herrn Hermann Meis und seit zwei Jahren von Herrn Günther Vöth aufgebracht.

Ende des Jahres 1987 faßte der Löschgruppenführer Karl-Josef Gilgen aus gesundheitlichen Gründen den Entschluß, die Führung der Löschgruppe abzugeben. Nach Anhörung der Löschgruppe Eudenbach durch den Stbm Theo Lämbgen sollte Bm Leo Meis neuer Löschgruppenführer in Eudenbach werden. Bei der Jahreshauptversammlung der Wehr am 12.2.1988 wieder im Sitzungssaal des Rathauses Oberpleis wurden drei Löschgruppenführer verabschiedet und ihre Nachfolger in die Ämter eingeführt. Verabschiedet wurden Hbm Georg Löbach, Lgr. Ittenbach, Obm Hans Fuß, Lgr. Heisterbacherrott und Hbm Karl-Josef Gilgen, Lgr. Eudenbach. Stadtdirektor Schmitz als Chef der Wehr dankte den Scheidenden für ihren bisherigen Einsatz und vorbildlichen Leistungen. Alle drei Löschgruppenführer wurden mit Geschenken verabschiedet. Ihre Nachfolger - Obm Bernd Giershausen, Lgr. Ittenbach, Obm Wolfgang Thiebes, Lgr. Heisterbacherrott und Bm Leo Meis, Lgr. Eudenbach - wurden in ihre neuen Ämter eingeführt.



Eine alte Motorpumpe aus dem Jahre 1925 wurde uns von Herrn Willi Nitzke zur Verfügung gestellt und ist derzeit im Besitz der Löschgruppe Eudenbach. Die Pumpe hat eine leistung von 1600 Liter pro Minute, die durch einen 38 PS Maybach Motor erzeugt wird. Die neu restaurierte Pumpe wurde am 7.8.1988 anläßlich des 64. Stiftungsfestes der LG Eudenbach der Bevölkerung vorgestellt. Herzlichen Dank für die vielen geleisteten Arbeitsstunden gilt einigen Kameraden und besonders Herrn HBM Karl-Josef Gilgen.



Anläßlich der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Königswinter am 15.02.1989 wurde der Löschgruppenführer Bm Leo Meis zum Oberbrandmeister und zwei Jahre später nach zweiwöchigen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Münster am 19. Juni 1991 zum Hauptbrandmeister befördert.



Anläßlich einer Feierstunde am 30.11.1989 im Rathaussaal Oberpleis wurde Herr Bm Erich Hensen zum Oberbrandmeister befördert.

Im Herbst 1990 entschied sich die Löschgruppe Eudenbach zum Kauf eines geschlossenen Anhängers zum Transport der Musikinstrumente. Es war zischenzeitlich problematisch geworden, die Menge der Musikinstrumente in den Privat-PKW´s zu den Auftritten mitzunehmen.



Im Jahre 1992 stand in der Stadt Königswinter die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges an. Auf Grund des vorhandenen Platzangebotes und der Größe der Gerätehäuser entschied die Feuerwehrführung das LF 8 der Löschgruppe Eudenbach an die Löschgruppe Heisterbacherrott weiterzugeben und für die Löschgruppe Eudenbach ein neues Fahrzeug zu beschaffen. Am 13.02.1992 wurde der Löschgruppe dieses neue Fahrzeug übergeben. es handelt sich hierbei um ein Fahrzeug der neuesten Generation, um ein LF 8/6-Allrad. Die Leistungsmerkmale dieses Fahrzeuges sind: Löschgruppenfahrzeug mit eingebautem Tank für 600 Liter Löschwasser, einer im Heck festeingebauten Feuerlöschkreiselpumpe, Schnellangriffeinrichtung mit 50 m S-Schlauch, eingeschobener Tragkraftspritze, feuerwehrtechnische Beladung für Gruppenbesatzung (1:8) und Möglichkeiten für die Aufnahme der Gerätschaften für technische Hilfeleistung wie Notstromaggregat, Beleuchtungssatz, Motorsäge, Hydraulikaggregat und hydraulische Schere und Spreizer.

1993 hat die Löschgruppe Eudenbach einen Förderverein gegründet. Zweck des Vereins ist es, die vielfältige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Eudenbach einschließlich der Jugendfeuerwehr und des Musikzuges zu fördern. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:



Förderung des sozialen Engagements von Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr und im Musikzug

Förderung der Aus- und Weiterbildung

Pflege der Tradition der Feuerwehren

Förderung des Musikwesens in den Feuerwehren

Öffentlichkeitsarbeit

Brandschutzerziehung und Aufklärung der Bevölkerung, in Schulen und Kindergärten





Obwohl sich die Löschgruppe sehr intensiv für die Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges eingesetzt hatte, blieben die Bemühungen jedoch ohne Erfolg. In Anbetracht der Gesamtstärke der Löschgruppe Eudenbach entschied sich der Förderverein Anfang 1995 zum Kauf eines gebrauchten Ford Transit 9-Sitzer. Dieses Fahrzeug wird seitdem als Mannschaftstransportfahrzeug innerhalb der Löschgruppe Eudenbach eingesetzt und vollständig vom Förderverein unterhalten.



Seit 1998 hat die Löschgruppe Eudenbach in der Aktiven Abteilung als auch in der Jugendfeuerwehr weibliche Unterstützung. Man kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, daß sich die Neuzugänge bewährt haben und hoffentlich Ermutigung für weitere Mädchen und Frauen ist.



II. Einsatzgeschehen der Löschgruppe Eudenbach

Alle Einsätze in dieser Festschrift zu erfassen, würde den Rahmen sicherlich sprengen. Neben vielen kleinen Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen und sonstigen Einsätzen sollten aber trotzdem einige nicht unerwähnt bleiben.

So der Einsatz bei unserem Gründungsmitglied Josef Eich in der Unterdorfstraße in Eudenbach. Ein Blitzschlag hatte Scheune und Stallung in Brand gesetzt. Bei diesem Brand konnte das Wohngebäude Eich und das angrenzende Gebäude Alda gerettet werden. Bei einem Großbrand in der Quirrenbacher Mühle leisteten wir Nachbarschaftshilfe unseren Kameraden aus Aegidienberg; sie hatten Schwierigkeiten, die Brandstelle anzufahren, weil Schaulustige die Zufahrt mit ihren Fahrzeugen blockierten. Im Jahre 1972 mußte die Löschgruppe den Brand im Reitstall in Kochenbach und einen Wohnhausbrand in Eudenbach bekämpfen. Zum Kaminbrand und einige Monate später zum Ölofenbrand ins gleiche Haus rückten die Wehrmänner 1973 aus.. Viel Mühe das Schadensfeuer in Grenzen zu halten, war beim Großbrand Heinrichs in der Kleiststraße im Jahr 1974. Außerdem wurde in diesem Jahr Ölalarm im Bundeswehrdepot in Eudenbach ausgerufen, weil einige Liter Öl in den Bachlauf geraten waren. Nicht mehr gerettet werden konnte die Werkstatt Becher an der Eudenbacher Straße. Im Verlauf des Einsatzes explodierten Gas- und Sauerstoffflaschen eines Schweißgerätes und zerstörten die Werkstatt nahezu ganz. Gottlob war hier kein Personenschaden zu beklagen. Den kuriosesten Einsatz hatten wir im September 1983 auf dem Sassenberger Hof. Dort hatte sich ein Pferdemisthaufen selbst entzündet und stand in hellen Flammen. Ein Glück, daß ein SPÄTHEIMKEHRER die Feuerwehr alarmierte.

Noch eine Aufzählung einiger Einsätze:

1975

Brand in der Brecheranlage des Basaltwerkes Willmeroth

Wohnwagenbrand auf dem Campingplatz in Eudenbach



1981

Großbrand in einem Gewerbebetrieb in Quirrenbach; einige Feuerwehrkameraden waren bis zu 26 Stunden im Einsatz

Rettung eines im Schlamm festsitzenden Tieres



1984

Feuer in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Rostingen; am nächsten Tag fuhren 15 Feuerwehrkameraden direkt zu einem Gegenbesuch der Feuerwehr Mardorf



1985

Ausleuchten eines Leichenfundortes



1986

Brand im landwirtschaftlichen Anwesen Wasserhess in Berghausen

Flugzeugabsturz Musser Heide im Wald



1987

Feuer im Malerbetrieb Krämer in Quirrenbach



1989

Gasexplosion in der Metzgerei in Eudenbach; die ganze Hausfassade an der Unterdorfstraße wurde herausgeschleudert; mit einer Vielzahl von Feuerwehrleuten, dem Technischen Hilfswerk, einer Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes und mit der Unterstützung der Bundeswehr wurde die Unglücksstelle nach vermuteten Vermißten abgesucht. Die Bauordnungsbehörde ordnete am nächsten Tag den Abriß des gesamten Gebäudes an.



1992

Brand in einer Möbelschreinerei in Sand

Feuer in der Reitanlage Laagshof in Ittenbach

Feuer im ehemaligen Kino Oberpleis

Öleinsatz in der biologischen Kläranlage des Bundeswehrdepots



1993

Brennender Pferdemisthaufen

Brand der Rundballen-Strohmiete am Laagshof in Ittenbach



1994

Zimmerschwelbrand in Quirrenbach

Strohanhängerbrand in Willmeroth

Feuer im landwirtschaftlichen Anwesen Hedemann in Berghausen

Segelfliegerabsturz im Bundeswehrdepot



1995

Feuer im landwirtschaftlichen Anwesen in Sand

Scheunenbrand in Rostingen

Suche nach einer vermißten Person im ganzen östlichen Stadtgebiet



1996

Wohnwagenbrand auf dem Campingplatz

Wohnhausbrand in Berghausen



1997

zweimal Feuer im Hotel Maritim in Königswinter



1998

Feuer im Produktionsbereich der Fa Brune in Oberpleis





III.

Kameradschaftspflege in der Löschgruppe Eudenbach

Eine intakte Freiwillige Feuerwehr kann ohne eine gute Kameradschaft zwischen alt und jung nicht bestehen. Auch ist der Kontakt und die Kameradschaft zu den Feuerwehrkameraden aus den anderen, angrenzenden Gemeinden und Städten von sehr großer Wichtigkeit, um bei evtl. gemeinsamen Einsätzen geschlossen der Gefahr entgegenzutreten.

Eine ganz besondere Freundschaft verbindet seit dem Jahre 1981 die Feuerwehr Eudenbach mit den Feuerwehrkameraden aus dem niedersächsischen Mardorf. Einige Jugendliche aus Eudenbach (natürlich alle in der Feuerwehr) zelteten einst am Steinhuder Meer. Beim großen Pfingstfest in Mardorf kam man an der Theke mit den Kameraden aus Mardorf ins Gespräch und man stellte schnell fest, daß die Feuerwehr Mardorf den gleichen organisatorischen Aufbau wie in Eudenbach hatte. Es gab eine aktive Abteilung, die Alters- und Ehrenabteilung, eine Jugendfeuerwehr und natürlich auch einen Musikzug. Der Freundschaftskeim ist so gut aufgegangen, daß noch heute jährlich Gegenbesuch zwischen den Feuerwehren stattfinden.

Auch an der Partnerschaft zwischen der Feuerwehr Königswinter und der Feuerwehr Cognac beteiligen sich die Kameraden der Löschgruppe Eudenbach.

Das Abhandenkommen eines 50-Liter-Fasses Bier ist der Grund für die regelmäßigen Treffen einmal jährlich nach dem Prüfen und Pflegen der Hydranten mit den Kameraden der Löschgruppe Bockeroth.

An den Leistungsnachweisen auf Kreisebene beteiligte sich die Löschgruppe Eudenbach oftmals mit guten Ergebnissen. Beteiligt wurde sich früher auch bei den Geschicklichkeitsturnieren für Feuerwehrfahrzeuge, das von der Löschgruppe Niederdollendorf immer vorzüglich ausgerichtet wurde. In den letzten Jahren wurde regelmäßig an den feuerwehrtechnischen Orientierungsfahrten des Löschzuges Hennef teilgenommen.

Darüber hinaus beteiligen sich die Wehrmänner auch bei festlichen Gestaltungen der Schule, der Kirche und bei den örtlichen Vereinen.





IV.

Schlußbetrachtung

Diese Festschrift kann nur einen geringen Teil der vergangenen 75 Jahre der Feuerwehr Eudenbach wiedergeben. Sollten Ihnen als Leser dieser Festschrift noch interessante und wichtige Gegebenheiten bekannt sein, so teilen Sie uns diese bitte für zukünftige Festschriften mit.

Es bleibt zu hoffen, daß sich auch weiterhin Männer und Frauen finden werden, die bereits sind, freiwillig und selbstlos für andere dazusein und zu helfen, nach dem Feuerwehrleitmotiv "Gott zur Ehr, dem nächsten zu Wehr".























Einige Passagen werden noch schöner formatiert ...

Fortsetzung folgt ....

PS: Ich brauche noch ältere Fotos, wer hat, bitte melden. CS

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